Einmal Blick über den Tellerrand, bitte!

Zapf’s dir selbst

Es gibt immer gleich viel Wasser auf der Erde. Nichts geht verloren! Das lernt man schon in der Grundschule. Aber: Die wertvolle Ressource ist ziemlich ungerecht verteilt. 300 Liter verbraucht beispielsweise ein Durchschnittsamerikaner am Tag, in Ostafrika sind’s gerade mal 10! In Deutschland ist der tägliche Verbrauch von Mineral- und Heilwasser sei 1970 fast um das Zehnfache gestiegen, auf rund 140 Liter am Tag. Erstaunlich daran ist, dass wir dafür 400-mal so viel ausgeben, wie das Wasser aus dem Hahn kostet. Dabei ist das Leitungswasser nicht nur kostengünstiger (Ganze 25 Gläser Wasser bekommt man für einen schlappen Cent direkt aus dem Hahn), sondern auch umweltverträglicher. Zum Vergleich: Bei der Produktion von einheimischem Trinkwasser werden pro Liter 0,4 Gramm Treibhausgase ausgestoßen, bei einheimischem Mineralwasser in Mehrwegflaschen sind es schon 107 Gramm und bei Mineralwasser aus dem Ausland in Einwegflaschen sind es 425 Gramm!! Du stehst noch auf der Leitung? Hier das Fazit: Klar kann ein durstiges Kind in Afrika seinen Trinkbecher nicht auffüllen, nur weil wir auf selbigen verzichten. Wie aber unser Wasser zum uns kommt und wie wir konsumieren, hat Folgen, die weit über unseren eigenen Radius hinaus wirken. Zapf’ dein eigenes Wasser und dann: Prost!