Einmal Blick über den Tellerrand, bitte!

Be slow!

Döner, Pizza, Burger, Pommes sind echte Dauerbrenner auf unserer Speisekarte – und bleiben es wohl auch. Denn die hungrigen Zeitlosen rennen den Fastfood-Läden die Bude ein. Mehr als 900 Millionen Gäste hat die wohl berühmteste Kette im vorletzten Jahr bedient. Nur in Deutschland. Und warum? „Weil’s schmeckt!“ sagen die einen „Weil’s schnell geht“, die anderen. Stimmt ja auch. Fritten in die Friteuse, warten, rausnehmen, Majo drauf, Piekser rein, essen. Macht alles in allem zehn Minuten. Maximal. Oder fünf. Wenn’s gut läuft. Was danach kommt, hält allerdings länger: Die Folgen reichen von Übergewicht, Organschäden bis Depressionen. Kein Wunder, das sich eine Gegenbewegung gegründet hat: Slow Food. Anstatt leere Kalorien nebenbei in sich reinzustopfen, geht es bei „Slow Food“ um Genuss. Je länger, desto besser. Und warum? „Weil verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion bewusste Konsumenten braucht“, sagen die einen. „Weil es Spaß macht, mit anderen gutes Essen und Trinken zu feiern“, sagen die anderen. Markteinkauf, Weinprobe, Tischdeko, Dreigangmenü, Freunde einladen. Macht alles zusammen vier Stunden. Minimal. Oder vier Tage – wenn’s gut läuft. Denk’ mal drüber nach, aber keine Hektik ; - )