Einmal Blick über den Tellerrand, bitte!

Iss’ Wildkräuter statt Wildkräuter-Esser!

Kühe essen Gras, Blumen und Wildkräuter. Hühner essen Körner und Schweine fast alles. Eigentlich. Doch weil Menschen so gerne Kühe, Hühner und Schweine essen, essen diese heute meist Mais, Soja und Weizen. Denn so viel frisches Gras und Wildkräuter gibt es gar nicht. Genau genommen hat sich unser weltweiter Fleischkonsum in den vergangenen 40 Jahren mehr als verdreifacht – auf unglaubliche 250 Millionen Tonnen im Jahr! Dieser extreme Tierkonsum beeinträchtigt unsere Welt extrem. In vielerlei Hinsicht.

Insgesamt 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden für die Tierhaltung genutzt. Das sind 30 Prozent der globalen Landfläche!

Natürlich brauchen Tiere und Nutzpflanzen und weitere Produktionsprozesse auch Wasser. Und zwar jede Menge. In einem einzigen Kilo Fleisch stecken ganze 16.000 Liter Wasser (ein Kilo Weizen mit 1.350 Litern vergleichsweise wenig). Dazu kommt ein extremer hoher CO2-Ausstoß. Ein Kilo Rindfleisch verursacht mehr als 13 Kilo des schädlichen Klimagases. Eine gleiche Menge Äpfel hingegen lediglich 0,5 Kilo, Tomaten sogar nur 0,2. 

Die Auswirkungen unseres Fleischkonsums sind also enorm. Für die Welt und natürlich auch für jeden Einzelnen. Denn die 83 Kilo, die jeder Deutsche (der weltweite Durchschnitt liegt bei 39 Kilo!) jedes Jahr vertilgt, bleiben natürlich nicht folgenfrei. 

Die Devise lautet daher: Iss’ Wildkräuter statt die Wildkräuter-Esser, zumindest öfter als bisher!