Einmal Blick über den Tellerrand, bitte!

Die Pflaume von nebenan braucht DICH!

Ein gut gedeckter Frühstückstisch: Es gibt Schinken aus Spanien, Käse aus der Schweiz, frischen Obstsalat mit Kakifrucht aus Korea, Ananas aus Südafrika und Äpfeln aus Neuseeland. Logisch, das auch die süßen Bananen aus Übersee stammen. Der duftende Kaffee wurde aus Südamerika importiert und die makellosen Tomaten zum italienischen Mozzarella stammen aus den Niederlanden. Welch’ globale Vielfalt! Aber wusstest du, dass auch Deutschland eine ganze Menge zu bieten hat? Und zwar zu jeder Jahreszeit! Zwischen Flensburg und Füssen, Dortmund und Dresden gibt es 3.000 verschiedene Obstsorten, alleine 1400 davon sind Äpfel! Und die brauchen dringend Unterstützung! Denn weil die meisten Konsumenten eher auf exotische Südfrüchte als auf die Pflaume von nebenan stehen, finden sie in unseren Supermärkten kaum einen Platz. Dabei hat der lokale Konsum zig Vorteile: Er unterstützt nicht nur die heimische Artenvielfalt, sondern ist auch ein klares Statement für den Klimaschutz. Schließlich hinterlässt jede zu uns verfrachtete Banane Spuren in der Atmosphäre. Natürlich verursacht auch die Produktion heimischer Lebensmittel CO2, aber deutlich weniger. Noch weniger wird’s, wenn’s öko ist. Bei biologisch erzeugten Agrarprodukten wird nur etwa ein Drittel an fossiler Energie verbraucht als in der konventionellen Landwirtschaft. Noch nicht überzeugt? – Dann hier noch mal Klartext: Lokal, saisonal, ökologisch – die Pflaume von nebenan braucht DICH!