Hingucker

Neuland Film

„Kolonisten gesucht!“ Mit diesem Aufruf wirbt Bürgermeister Horst Wilke im Oderbruch um neue Bewohner für sein aussterbendes Dorf. Warum? Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Städte, die sich auflösen, Rechtsradikalismus, Leere, Langeweile. Probleme, mit denen viele Regionen in den neuen Bundesländern zu kämpfen haben. Die beiden Filmemacher Daniel Kunle und Holger Lauinger haben sich auf eine Reise durch den Osten Deutschlands gemacht und dort Menschen getroffen, die sich mit dieser Situation nicht zufrieden geben wollen. Menschen, die genug davon haben zu warten, bis sich etwas ändert und sich trauen, selber anzupacken. Der Film zeigt auf angenehm unspektakuläre und ehrliche Weise, wie in Zeiten des Umbruchs Mut zum Experimentieren entsteht. Zwei Schneckenzüchter aus dem Vogtland, die an Feinkostrestaurants liefern, eine Steppenbison-Ranch im Tagebaugebiet, einen Biomassenhof, der dezentral Energie erzeugt, Städte, die ihre eigene Währung einführen und ein Ökodorf, in dem jeder so leben darf, wie er es für richtig hält. All diese Projekte haben eines gemeinsam: Sie betreten Neuland! Und sie sind motivierende Beispiele dafür, wie man Nachhaltigkeit leben kann. Ein inspirierender Film voller Visionen, Mut und ein bisschen Verrücktheit! 
www.neuland-denken.de


Junge Filmer zeigen ihre Visionen für 2050 

Wie sieht unsere Welt in vier Jahrzehnten aus? Trostlos und verwüstet? Oder intakt und voller Leben? Die Teilnehmer von „Dialoge Zukunft Vision2050“ haben sich für die zweite Variante entschieden. In dem Projekt des Nachhaltigkeitsrates haben sie ihre ganz persönlichen Visionen in einem Kurzfilm festgehalten. Herausgekommen ist ein Plädoyer für regenerative Energien, bedingungsloses Grundeinkommen, stärkeres ökologisches Bewusstsein und mehr Zusammenhalt. Ihre Forderung: Eine Politik, die über die Grenzen einer Legislaturperiode hinausgeht und das Wohl aller Lebewesen im Blick hat. „Dialoge Zukunft Vision2050“ sind sehenswerte fünfeinhalb Minuten, die zeigen, dass eine bessere Welt möglich ist – wenn wir uns nachhaltig dafür einsetzen!
www.youtube.com


The High Price of Materialism

Kaufen, kaufen, kaufen! Diese Botschaft erreicht uns täglich unzählige Male: Sie ertönt aus dem Radio, drängt sich als Pop-Up im Internet auf, leuchtet uns in der U-Bahn entgegen. Doch „a goods life“ ist nicht unbedingt „a good life“! Das zeigt Tim Kasser mit seinem Animationsfim „The High Price of Materialism“. Mit simplen Worten und liebevollen Zeichnungen erzählt der Psychologe eine Geschichte über die wirklich wichtigen Werte im Leben. Er erklärt, warum ein Treffen mit Freunden oder ein Spaziergang an der frischen Luft zum eigenen Wohlbefinden und mehr Nachhaltigkeit in unserer Welt beiträgt. Ein kleiner feiner Film – anschauen und glücklich werden!
www.youtube.com


Auf den Tisch statt in die Tonne

Schon vor dem Kinostart schlägt „Taste the Waste“ Wellen: Der „Tagesspiegel“ titelt „Abfallthriller“, Fachzeitschriften loben den packenden Dokumentarfilm über globale Zusammenhänge der Lebensmittelindustrie als „ersten Schritt zur Veränderung“. Tatsächlich ist das Werk von Valentin Thurn ein Appell gegen Lebensmittelverschwendung und für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. Für die Untermauerung seiner Botschaft tischt der Regisseur ordentlich Fakten auf: Alleine in Deutschland werden jedes Jahr 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Und das Essen, das auf den Müllkippen Europas landet, würde gleich zwei Mal für die Hungernden dieser Welt reichen. Zahlen, bei denen sich einem glatt der Magen umdrehen kann. Wem das nicht schmeckt, der kann sich engagieren. Denn „Taste the Waste“ ist nicht nur ein Film, sondern eine ganze Bewegung. Während der Film läuft, finden in ganz Deutschland begleitend Aktionen gegen die Verschwendung von Essbarem statt. Sicher auch in deiner Nähe ; - )...
www.tastethewaste.com


„Home“ – viel schöne Natur, wenig konkrete Vorschläge
Dieser Film ist gerade mal zwei Jahre alt und doch schon so etwas wie ein Klassiker. Ein Grund für den Erfolg von „Home“ sind die berühmten Luftaufnahmen von Yann Arthus-Bertrand. 50 Länder hat der französische Journalist und Fotograf mit seinem Team bereist. Der Dokumentarfilm lebt von einem gewaltigen Kontrast: Der atemberaubende Schönheit der Natur und den ernüchternde Fakten der Zerstörung – durch  Ausbeutung der Ressourcen, Klimawandel und weltweite Überbevölkerung. Allerdings mangelt es in dem Film an konkreten Vorschlägen zur Umkehr des Desasters. Der Film ist daher lohnenswert für Ästheten, weniger für Aktivisten.
www.homethemovie.org


Der große Ausverkauf

Vier Städte. Vier Geschichten. Eine Gemeinsamkeit. Im südafrikanischen Soweto, englischen Brighton, philippinischen Manila und bolivianischen Cochabamba frisst sich das Gespenst der Privatisierung in den Alltag der Menschen. Ein Dokumentarfilm von Florian Opitz über unbezahlbares Wasser, überteuerten Strom, das Luxusgut Gesundheitsversorgung und zusammenbrechende Infrastrukturen. Und über das Schicksal von Menschen, die Opfer dieses am Rande der Illegalität betriebenen Wirtschaftswachstums geworden sind. Einfühlsam, zornig und mutig. Den Film über den Privatisierungswahn gibt´s auf DVD. Wer Lust hat, mit „Der große Ausverkauf“ selbst eine eigene, nicht-kommerzielle Kinovorführung zu veranstalten, kann sich gerne an die Filmbetreiber wenden! Macht es!!

www.dergrosseausverkauf.de


Auf der sicheren Seite

Zäune und Mauern sind zur Zeit „in“. Auch in der Stadtentwicklung. Wer es sich leisten kann, schützt seinen Privatbesitz mit hohen Zäunen und stabilen Mauern ab, um sich so von der ärmeren Stadtbevölkerung abzugrenzen oder sich vor der Kriminalität zu schützen. Vor allen in den "Megacities" scheint dies ein Trend zu sein. In den sogenannten "Gated Communities" herrschen nämlich höchste Sicherheitsvorkehrungen, die den Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln sollen. In diesem Film erzählen drei Menschen, die in geschlossenen Wohnanlagen in Südafrika, den USA und Indien leben, von ihrem Alltag. Neben dem Gefühl, "auf der sicheren Seite" zu sein, wird auch schnell deutlich, dass der für ein solches Leben zu zahlende Preis, die Freiheit ist. Will man so leben? Der Film läuft zwar nicht mehr im Kino, auf der Website gibt’s aber aktuelle Filmvorführungen. 
www.realfictionfilme.de


„The Age of Stupid“ – Warum tun wir nichts?



Das Jahr 2055. Die Welt zerstört, das Klima gewandelt. Und eine Frage: Warum haben wir nichts getan, wo wir doch alles wussten? Die Antwort im Dokudrama von Regisseurin Franny Armstrong sucht der einzige verbliebene Erdbewohner. Seine Rekonstruktion bringt die Ursachen für das Scheitern der Menschheit schnell ans Licht : Geldgier, Ignoranz und – Dummheit. Armstrong liefert keine Hollywood-Apokalypsen-Produktion im Stil von Roland Emmerich ab, sondern ein kluges und schonungsloses Plädoyer gegen den „Stand-by-Lebensstil“, den jeder von uns tagtäglich zum Besten gibt: Warten und Zuschauen. Ein Film, der wirken will, und Wirkung zeigt: Der CO2-arm produzierte :-) und mittels eines innovativen crowd-fundings durch die Bevölkerung finanzierte Film war Auslöser einer inzwischen äußerst erfolgreichen 10:10 Kampagne. Sie hat das Ziel, den CO2-Ausstoß innerhalb von zwölf Monaten ab 2010 um zehn Prozent zu reduzieren!
www.1010global.org/de

www.ageofstupid.tao.de


Menschen – Träume – Taten
Die Suche nach einem nachhaltigen, konsumalternativen Gesellschaftsentwurf führt Regisseur Andi Stiglmayr in die Altmark. Hier trifft er auf die vor 10 Jahren gegründete Öko-Siedlung "Sieben Linden". In einem selbstverwalteten, nachbarschaftlichen Großprojekt wohnen 120 Menschen zusammen, die versuchen, ihren Alltag gemeinsam zu meistern. Hauptsache korrekt, lautet die Devise. Ohne Öko-Gefühlsdudelei erzählt der Film vom Alltag, den Erfolgen, Zweifeln und Herausforderungen des Gemeinschaftslebens zweier Mitgründer des Dorfes. Souverän und umweltgerecht versuchen sie, ihre Utopie zu leben. Klappt nicht immer. Doch für ihren Traum des selbstorganisierten Lebens fernab des „Systems“ nehmen die Siedlungsbewohner Widersprüche und Konflikte gern in Kauf. Schön, wenn man noch träumen kann … 
www.menschen-träume-taten.de


Water Makes Money

Was passiert, wenn Wasser privatisiert wird? Was passiert, wenn Konzerne Staatsaufgaben übernehmen, weil kommunale Finanzen geschont werden sollen? Der Dokumentarfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz zeigt, wie die Preise für Leitungswasser bei sinkender Qualität um 300 Prozent steigen. Wasser als privates Wirtschaftsgut? Das kann nicht gut gehen. Der Film will aber nicht nur frustrieren, sondern auch motivieren: Wasser in Bürgerhand ist machbar!
www.watermakesmoney.org


Spaßguerilla

„The Yes Men Fix The World“ ist der zweite Dokumentarfilm von Andy Bichlbaum und Mike Bonanno. Die Macher des Films, die Yes Men, zeigen mit Schärfe und Ironie die Verantwortungslosigkeit global agierender Industriekonzerne. Dow Chemical, Exxon und Halliburton sind einige der Firmen, auf die sie es abgesehen haben. Ganz Fake-Profis, geben sie sich mit Visitenkarte und Krawatte getarnt als Vertreter der Unternehmen aus und warten, bis sie als Repräsentanten dieser Unternehmen auf einer der vielen Konferenzen oder ins TV eingeladen werden. Auf ihre absurden und skurrilen Ideen, etwa Biobrennstoff aus Klimaopfern zu produzieren, wird oft unaufgeregt reagiert. Hauptsache man kann Geld damit machen. „The Yes Men Fix The World“ zeigt eindrucksvoll, wer die Fäden im System des freies Marktes in der Hand hält. Intelligenter, derber Humor!
www.theyesmen.org/movies


Diagnose: burn-out 

Bis 2050 sollen neun Milliarden Menschen auf der Welt leben. Globalisierung sei dank, wollen alle den gleichen Lebensstandard und Luxus. Expandierende Märkte stehen im Gegensatz zum ökologischen Bewusstsein. Der Film von Stenberg, Torell und Söderberg thematisiert den kontinuierlichen Raubbau an den Ressourcen unserer Erde und den Wunsch nach fortschreitendem Wachstum, der die Welt an die Grenzen des Verträglichen drängt. Müssen wir alle Abstriche an unseren Lebensverhältnissen vornehmen, um unser Überleben zu sichern? Ist die Menschheit zu einem Kurswechsel überhaupt fähig? Eins steht fest: Die Welt kann nicht mehr. Schöne Bilder und gute Story.
www.filmplanet.com/site/


Mitten im Plastikzeitalter

Plastik ist überall: im Meer, im Blut, im Babyschnuller! Und Plastik ist giftig: im Meer, im Blut, im Babyschnuller! Warum nur, fragt man sich, hört das nicht auf mit dem Plastik? Regisseur Werner Boote sucht weltweit nach Fakten und entdeckt erstaunliche Zusammenhänge. Nach dem Film siehst auch du die Welt mit anderen Augen.
www.plastic-planet.de


Let's Make Money

Erwin Wagenhofer folgt in seinem Dokumentarfilm der Spur des Geldes im weltweiten Finanzsystem. Das Geld, heißt es oft, ist nicht weg, es ist nur woanders. Doch die meisten von uns ahnen nicht einmal, wo ihr Geld ist. Ein Blick hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern verrät uns jedenfalls schnell, dass es sich wohl nicht bei der Bank befindet, der wir es anvertraut haben. Klar ist, das Geld macht sich nicht von allein auf den Weg. Die Menschen arbeiten mit ihm, und um diese Menschen geht es in dem Film. Er zeigt die Superreichen und die Bettelarmen, ihre Einbindung ins System, zeigt, wie Gesellschaft und Umwelt zerstört werden, wie Schicksal entsteht. Das, drängt sich der Gedanke auf, was wir aktuell erleben, ist keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise. Und, dass die Werbebotschaft „Machen Sie mehr aus Ihrem Geld!“ einen ungewollt neuen Sinn bekommt: Wir alle können viel mehr darauf achten, dass die Banken Gutes mit unserem Geld anstellen. Ein sehenswerter und aufschlussreicher Film!
www.letsmakemoney.at


Die 4. Revolution – Energy Autonomy

Free Willy! Free Electra! Wer glaubt, man kann gar nicht radikal genug denken, wenn es um Energie, um die Befreiung der Welt von der Diktatur der Energiekonzerne geht, der findet in diesem Film seinen Leitstern. Es wird nicht weniger als die Demokratisierung der Energieversorgung gefordert. Muss man nicht alles so sehen, wie dort behauptet, aber muss man gesehen haben, um auf Ballhöhe zu sein. Merke: Die 4. Revolution beginnt im Kino! In ausgewählten Lichtspielveranstaltungen.
www.energyautonomy.org