Buchtipps

Für alle, denen kein Wort zu lang ist …

123 Praxisnahe Umwelttipps für Ihr Zuhause, NeoAvantgarde
Haare von der Couch ohne Staubsauger entfernen? Oder eine Schale aus einer alten Schallplatte selber machen? Ja das geht! Wie, das verrät das Buch 123 Praxisnahe Umwelttipps für Ihr Zuhause, von den Autoren der Website Neo Avantgarde geschrieben.
Raffinierte und einfache Tipps und Tricks machen es für alle möglich, umweltbewusster zu handeln und die Welt ein bisschen besser zu machen.
Viele der 123 Vorschläge lassen sich schon in wenigen Minute umsetzen und verlangen kaum Aufwand: Tiefgefrorene Lebensmittel solltest du zum Beispiel
im Kühlschrank auftauen, da sie währenddessen noch Kälte abgeben und dein Kühlschrank dabei weniger zu ackern hat. Stromsparen leicht gemacht!
Auch wie du auf aggressive Putzmittel, bis oben mit umweltschädlichen Chemikalien befüllt, verzichten kannst, beschreibt das Handbuch. Wer hätte gedacht, dass man Echtholzmöbel hervorragend mit schwarzem Tee reinigen kann? Neben den unzählig kreativen Tipps finden sich auch viele Do-It-Yourself-Ideen und Upcycling-Anleitungen, mit denen man nicht nur die eigenen vier Wände aufhübschen kann, sondern gleichzeitig Geld spart und nachhaltig handelt.
Wer sich jetzt animiert und motiviert zum Weltverbessern fühlt, der sollte gleich mal im Handbuch „blättern“. Das gibt es online kostenlos zum Download, den Bäumen zuliebe!


Mein Küchenbalkon, Alex Mitchell
Hach, wäret nich’ schön, so ein eigener Garten?! Ein Blütenmeer im Frühling, der Duft von Minze in lauschigen Sommernächten und im Herbst one apple a day! Das Buch von Alex Mitchell zeigt, dass der Traum vom kleinen Paradies gar sooo schwer zu verwirklichen ist. Ein paar Quadratmeter Balkon oder eine Miniterrasse reichen völlig aus! Übersichtlich und anschaulich erklärt die Autorin, wie man aus jedem noch so tristen Betonfleckchen eine grün-bunte Oase erschafft. Und so – zumindest ein bisschen – zum echten Selbstversorger wird! Sie gibt Anleitungen für alle wichtigen Schritte: Auswahl der Pflanzen, Ziehen von Setzlingen, Bewässerung, Pflege und Schädlingsbekämpfung. Und sie hat tolle Ideen, wie man mit kreativen Ideen dem eigenen Garten ein ganz besonderes Outfit verpasst. So wird aus dem ausrangierten Hutständer eine Rankhilfe für Bohnen und Gurken und aus der stillgelegten Regenrinne eine neues Zuhause für kleine Salatpflanzen. Wer pflanzt, will auch ernten. Wenn es nach Alex Mitchell geht, gehören zur Ernte auf dem Küchenbalkon nicht nur Walderdbeeren, Kürbisse und Karotten, sondern auch schmackhafte Exoten wie gestreifte Tomaten oder blaue Kartoffeln. Und weil dieses Buch ein echter Allrounder ist, liefert die Autorin gleich ein paar Rezepte für die eigene Ernte mit, zum Beispiel für Zitronengras-Sirup.... hmmm! Der Sommer kann kommen : - )!
Weitere Infos bei Kosmos oder Dussmann 


Wir sind jung und brauchen die Welt, Daniel Boese
Sie sind jung, sie sind international, sie sind viele –  und sie haben Angst um die Zukunft. Nicht nur um ihre eigene, sondern auch die der Menschheit. Ihre Bewegung richtet sich gegen den Klimawandel, die globale Konsumkultur, gegen raffgierige Ressourcenverschwendung und gegen hemmungslose Verantwortungslosigkeit. Was die Aktivisten dieses Buches allerdings eint, ist: Sie verharren nicht in Angst, stürzen sich nicht in blinde Wut, sondern unternehmen etwas. Ihr Organisationsmedium ist das Internet und ihre Community hat Mitglieder auf der ganzen Welt! Twitter, Facebook und Co. sind ihre Instrumente, um Druck auf Politik und Wirtschaft auszuüben. Daniel Boese stellt einige der Aktivisten vor. Da ist zum Beispiel Anna Keenan, die den ersten Anti-Kohle-Protest in Australien auf die Beine stellt. Oder Dan Glass, der sich auf der Landebahn in Aberdeen ankettet – als Zeichen gegen die Flugsucht der Briten. Portraitiert wird auch Felix Finkbeiner, der als 9-Jähriger die Organisation Plant-for-the-Planet gründet hat und somit Baumpflanz-Visionär der besten Sorte ist! Ein Buch, das kritisch ist, aber auch Mut macht und motiviert. Denn wie heißt es im Vorwort: „Fünf Prozent einer Bevölkerung reichen locker, um die Verhältnisse in Bewegung zu bringen.“ Sei auch du dabei, wenn die Generation Facebook den Planeten rettet! Dieses Buch ist ein erster Schritt!
Weitere Infos bei oekom oder Dussmann 


Das Klimakochbuch, Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz (Hg.)
Egal, ob Sojabohne, Vollkornnudel oder Schnitzel – jedes Lebensmittel legt einen langen Weg zurück, bis es auf unserem Teller landet. Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport und Lagerung hinterlassen ihren eigenen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten. Ganz zu vermeiden ist das nicht, das räumen auch die Autoren des kunterbunten Klimakochbuchs ein. Dennoch: Ihre Rezepte sind auf möglichst sparsamen Co2-Austausch ausgerichtet. Saisonal, regional, ökologisch, fleischarm lautet die Devise. Ihre kulinarischen Kreationen sind alles andere als langweilig! Essbare Blüten kommen ebenso auf den Tisch wie Delikatessen aus dem 19. Jahrhundert. Ganz nebenbei bekommt man kurze Infos zu Fairtrade, virtuellem Wasser oder Genfood aufgetischt. Wer anfängt, sich die Fotos vom „Kreuzberger Vorspeisenteller“ mit Taboulé und Hummus, Erdbeer-Spargel-Salat oder Schoko-Chili-Mousse anzusehen, will am liebsten gleich loslegen. Na dann: Einkaufen, Freunde einladen, kochen und schmecken lassen : - )!
Weitere Infos bei Kosmos www.Kosmos.de oder Dussmann


Tschernobyl Baby, Merle Hilbk
Zugenagelte Häuser, geplünderte Gebäude, gespenstische Stille. So beginnt die Reise von Autorin Merle Hilbk. Eine Reise, die sie mitten in versuchtes Gebiet führt, in die Sperrzone der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Ihre Recherchetour führt die Journalistin durch verstrahlte Regionen in der Ukraine und Weißrussland. Sie trifft Kranke, Verzweifelte, Gleichgültige und scheinbar Fruchtlose, deren Schicksale untrennbar mit der Atomkatastrophe vor einem viertel Jahrhundert verbunden sind. Sie wollen vor allem eines: (über-)leben. Für die hilflose, teils ohnmächtige Wut der Autorin haben viele der Befragten wenig Verständnis. Ein Buch, das Brücken schlägt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen bohrender Angst und dem starken Wunsch nach Verdrängung. Eine fesselnde Reportage, die der Reaktorkatastrophe nicht nur ein Gesicht gibt, sondern viele. Und: Ein Buch, das zeigt, dass die Brisanz von damals heute aktueller ist denn je.
Weitere Infos bei Eichborn oder Dussmann.


Tu was! 77 Tipps für eine bessere Welt, Enver Hirsch (Autor) und Christoph Niemann (Illustration)
Eines stellen die Macher dieses Buches gleich zu Beginn klar: Ausreden sind völlig zwecklos! Jeder, wirklich jeder, kann mit kleinsten Veränderungen in seinem Alltag zu einer besseren Welt beitragen. Ohne großen Aufwand, kostengünstig und mit jeder Menge Spaß! Zum Beispiel: Sing’ ein kurzes Lied unter der Dusche und dreh mit dem letzten Ton das Wasser ab. Rette die Bienen, indem du auf dem Balkon ihre Lieblingskräuter anbaust. Sag’ Heizpilzen den Kampf an und zieh im Winter lieber einen kuscheligen Pulli mehr an. Klar, viele der 77 Tipps sind nicht ganz neu. Allerdings besticht dieses Sammelsurium durch überzeugende Prägnanz, eine Fülle weiterführender Links und den ein oder anderen neuen Blickwinkel. Die Illustrationen von Christoph Niemann machen die Lektüre außerdem zu einer echt schmucken Angelegenheit! Kleiner Tipp: Passt unter jeden Weihnachtsbaum ; - )!
Weitere Infos beim Greenpeace Magazin oder Dussmann.


„Nackt schlafen ist Bio“, Vanessa Farquharson

Es war die „törichteste Idee“ ihres ansonsten neurologisch unauffälligen Hirns. Das schreibt die Journalistin Vanessa Farquharson über ihr radikales Öko-Selbstexperiment. Um die Welt zu retten – zumindest ein bisschen – ändert sie ihr Leben in genau 365 Schritten. Ein ganzes Jahr lang stellt sie ihren Alltag auf den Kopf, verzichtet auf elektronische Fitnessgeräte ebenso wie auf Flanellschlafanzüge. Denn diese kosten nicht nur viel Waschmittel, sondern auch Energie und Wasser – dann doch besser nackt schlafen! Doch nicht jede der vermeintlich umweltfreundlichen Maßnahmen macht in den Augen der Ökozynikerin Sinn. Informativ, selbstironisch, amüsant!
Weitere Infos bei Bastei Lübbe und Dussmann.


„Food Crash“, Felix zu Löwenstein

Eine Milliarde Menschen weltweit hungern. Jeder sechste Bewohner der Erde. Die Zahl wird weiter steigen, wenn wir nichts ändern. In diesem Punkt sind sich beiden Seiten einer aktuellen Agrar- und Ernährungsdebatte einig. Doch während die großen Konzerne das Problem mit noch mehr Düngemitteln, Pestiziden und Gentechnik lösen wollen, setzt die andere Seite auf mehr Bewusstsein im individuellen Konsumverhalten. So auch Felix zu Löwenstein. Er schildert in „Food Crash“ schonungslos den Ist-Zustand des globalen Ernährungssystems – und zeigt eine Alternative zur restlosen und profitorientierten Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen auf. Der ehemalige Entwicklungshelfer und anerkannte Bio-Landbauer verdeutlicht in seinem Buch die Verbindungen von Wirtschaft und Politik. Aber nicht nur das: Im Fokus steht auch die Verantwortung eines jeden Einzelnen. Spannend und anschaulich geschrieben. Einfach lesen... und nicht mehr aus der Hand legen...
Weitere Infos bei Droemer Knaur und Dussmann.


Faktor Fünf, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Karlson Hargroves, Michael Smith

Das Ziel der Autoren ist groß: Es geht um die Rettung der (Um-)welt. Die Botschaft ist: Entweder, die Menschheit lernt, nachhaltig mit der Erde umzugehen, oder die Natur schlägt zurück. Der Nachfolger des Nachhaltigkeits-Klassikers „Faktor 4“ beschreibt trotzdem kein Horrorszenario. Mit vielen Beispielen zeigen Weizsäcker und seine Co-Autoren, wie es gehen kann mit der Welt-Rettung. Gebäude, Industrie, Landwirtschaft und Verkehr – alles wird im Hinblick auf Ressourcenerhalt unter die Lupe genommen. Die Analyse reicht von politischen Zusammenhängen bis zum Toaster im eigenen Haushalt. Ein musthave, für alle, die in Sachen Nachhaltigkeit mitreden wollen. Wissenschaftlich, verständlich, ganzheitlich.
Weitere Infos bei Droemer und Dussmann.


Jeder Kübel ist ein Anfang!

Das diesjährige Rennen um mehr Grün in unserem Leben ist eröffnet! Wer wirklich ganz sicher sein will, was in seinem Gemüseeintopf steckt, legt sich am besten einen eigenen Garten an. Ein anspruchsvolles Projekt. „Gärtnern. Grundkurs grüner Daumen“ von Katja Maren Thiel (Text) und Annette Timmermann (Fotos) bringt ein bisschen Licht ins Dunkel, bevor das große Buddeln losgeht. Nachhaltige Bodenpflege und Düngen ohne Chemiekeule sorgen für einen echt ökologischen Anbau. Wem das eine Nummer zu groß ist, sei gesagt: Jeder Kübel ist ein Anfang! In einem solchen findet jeder Schnittlauch- oder Pfefferminzezögling Platz. Was man als Kräuter-Gärtner alles beachten muss, erklärt Reinhardt Hess in „Garten- und Wildkräuter. Schätze der Natur“. Egal, ob Möhre oder Dillspitze: Highlight des Gärtnerns ist natürlich die Ernte. Im „Biokisten Kochbuch. Gemüsegenuss für alle Jahreszeiten“ von Cornelia Schinharl gibt es viele Anregungen, wie man aus Knollen, Schoten und Kräutern bodenständige Köstlichkeiten zaubert – saisonal und regional versteht sich. Selbst der gute alte Löwenzahn findet seinen Platz auf der Speisekarte. Und wer kein Geld, keinen Platz und keinen grünen Daumen, aber trotzdem Lust auf ein eigenes Stück Natur hat, für den empfiehlt sich „Kleine Gärten in der Stadt“ von Martin Schröder (Text) und Ute Klaphake (Fotos). Die Macher des Buches zeigen, wie man aus Sperrmüll einen kreativen Recycling-Garten baut oder auf wenigen Quadratmetern wildwüchsige Oasen schafft – einfach zurücklehnen und davon träumen... schööön!
Weitere Infos bei Kosmos und Dussmann.


„Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“, Christa Müller (Hg.)

Grüner Rasen, geharkte Beete, Gartenzwerge, Zaun drum herum? Das ist ziemlich out. Urbane Gärten inmitten der Großstädte allerdings nicht. Gemeinschaftliches Gemüseanbauen liegt voll im Trend. Warum? – Das beschreiben eine Reihe von Wissenschaftlern, darunter Soziologen, Stadtplaner, Biologen und Landschaftsarchitekten, in ihrem gemeinsamen Buch. Sie erklären, wieso die selbst geerntete Möhre gut fürs Klima ist, was innerstädtisches Gärtnern mit neuem Wohlstand zu tun hat, weshalb auch überzeugte Großstädter Naturerlebnisse zum Glücklichsein brauchen und warum urbanes Gärtnern vor allem eines ist: politisch.  22 Beiträge, die Lust machen auf nachhaltiges Buddeln mit anderen!
Weitere Infos bei Oekom und Dussmann.


„Wie man sich die Welt erlebt: Das Alltags-Museum zum Mitnehmen“, Keri Smith

Die Welt liegt vor uns, jeden Tag, zu jeder Stunde. Nur nehmen wir sie oft gar nicht mehr so richtig wahr. Und die Welt will entdeckt werden! Erlebt werden! Hier kommt Keri Smith ins Spiel, die ihre Leser auf unauffällig  inspirierende, überraschend einfache und ungewöhnlich kreative Weise hinaus in die Welt schickt, um diese zu erforschen und zu erfassen. Neben Tipps für die Feldforschung gibt sie konkrete Tourenvorschläge, die von Expeditionen in den eigenen vier Wänden, über die Nachbarschaft bis zur Selbst-Ethnographie reichen. Soviel kann schon mal verraten werden: In jedem von uns schlummert ein kleiner Columbus!
Weitere Infos bei Verlag Antje Kunstmann und Dussmann.


„Chancen des Wachstums: Globale Perspektiven für den Wohlstand von morgen“, Beatrice Weder di Mauro

Armut, Arbeitslosigkeit, Klimawandel: Wie ist eine Zukunft möglich, in der alle in Wohlstand leben können? Wachstum, vor allem nachhaltiges Wirtschaftswachstum, birgt Chancen. Aber wie können Wachstum, Klimaschutz und Gerechtigkeit miteinander einhergehen? 16 hochkarätige Wissenschaftler sowie auffallend optimistisch aufgelegte Politiker habe sich darüber einen Kopf gemacht. Ihre Positionen zu nachhaltigen Wachstum und aktuellen Forschungsergebnissen lesen sich überraschend verständlich. Wer keine Scheu vor dem einseitigen Blick auf die Chancen des Wachstums hat und die Fakten zu seinen Schattenseiten woanders nachlesen kann, der findet in diesem Buch einen kompakten Einstieg in die Materie.
Weitere Infos bei Campus und Dussmann.


„Exit: Wohlstand ohne Wachstum“ von Meinhard Miegel

Das Wachstumsparadigma ist die Religion unserer Gesellschaft. Konjunkturzahlen werden als Maß für das Wohlergehen eines Landes betrachtet. Der Status als Exportweltmeister als erstrebenswert. Besitztum als Indikator für persönliches Glück und Wohlstand. Wohlstand durch Wachstum? Meinhard Miegel macht dem Wachstumspaulus. Er denkt, dass noch mehr Wachstum nicht möglich ist. Mehr Wohlstand dagegen schon. Er zeigt aber auch: Nicht jeder Wohlstand macht die Menschen zufriedener. Ergo: Ein anderer Wohlstand muss her. Radikal? Nein. Vernünftig? Schon. Trend-Surf? In jedem Fall . Die Debatte über die Grenzen des Wachstums wird zur Zeit gern geführt (auch von uns:-). Miegel setzt sich damit ernsthaft auseinander. Kritisch, kulturpessimistisch und anregend.
Weitere Infos bei Propyläen und Dussmann.


„Klimakapseln“ von Friedrich von Borries

Schwimmende Städte, aufblasbare Schutzanzüge und Kapseln. Viele Kapseln. Von Borries entwirft eine Zukunftsvision, in der die Reichen in abgeschotteten Kapseln leben, während die Armen auf schwimmenden Inseln auf ihre Rettung warten. Was als ein weiteres Science-Fiction-Horror-Szenario daherkommt könnte schnell Realität werden. Denn die fiktiven Geschichten und Portraits der Protagonisten aus der Kapselwelt verknüpft von Borries mit klimavisionärem Wissen aus Wissenschaft, Kunst und Alltagskultur. Da wird dem Normalsterblichen schnell mal mulmig. Interessant also nicht nur für Science-Fiction-Anhänger mit depressiven Untergangstimmungen. Für die ist es aber sicherlich ein Leckerbissen!
Mehr Infos bei Suhrkamp und Dussmann.


"Der letzte Fisch im Netz. Wie wir die wichtigste Nahrungsquelle der Welt retten können - die Meere" von Taras Grescoe

Es geht um die Überfischung der Meere. Es geht um den Irrsinn der Fischereipolitik. Es geht um Fisch. Innerhalb eines Jahres reiste Grescoe einmal um die Weltmeere. Er hat Kutter begleitet, Meeresbiologen interviewt und Fischfabriken besucht, in China Haifischflossensuppe und Garnelencurry in Indien gegessen. Das Resultat ist kein moralisches Zeigefingerwerk. Grescoe will zeigen, dass man Fisch noch genießen kann, es sollte nur der richtige sein. Informativ und lehrreich. Hut ab, dass man zu Fisch 560 Seiten schreiben kann. 
Mehr Infos bei Blessing Verlag und Dussmann.


„Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand“ von Margrit Kennedy Bernard A. Lietaer

Es gibt Missverständnisse in unserem Geldsystem. Nr. 1: Es gibt nur eine Art von Wachstum; Nr. 2: Zinsen zahlen wir nur dann, wenn wir uns Geld leihen; Nr. 3: Das gegenwärtige Geldsystem dient allen gleichermaßen; Nr. 4: Inflation ist ein integraler Bestandteil jeden Geldsystems. Nicht? Die Autoren argumentieren dagegen, vor allem gegen die Problematik des zinsgesteuerten Geldes. Sie zeigen positive Beispiele von Regionalgeld, das da zirkuliert, wo es produziert wird: im regionalen Kreislauf. Und sie appellieren an den Leser, grundsätzliche Fragen zu stellen und unser so selbstverständlich gewordenes Wirtschaftssystem zu hinterfragen!
Mehr Infos bei Riemann und Dussmann.


„Erfolgreich investieren in grüne Geldanlagen“ von Stephan Rotthaus

Nachhaltige Geldanlagen boomen. Mittlerweile achten viele Menschen beim Investieren darauf, Gewinne zu machen, ohne auf der dunklen Seite der Macht zu stehen. Stephan Rotthaus gibt einen umfassenden Überblick über die grünen Möglichkeiten, Geld fair, sauber und Profit orientiert anzulegen. Alle Finanzprodukte, alle Anbieter: Gut für Geld-Laien geeignet, die in das Geschäft einsteigen wollen.
Mehr Infos bei Campus und Dussmann.


„Konsumguerilla“ von Birgit Richard Alexander Ruhl (Hg.)

Kultur und Marken für die Massen: Ob der neueste Handyschmuck oder ein attraktives Profil bei Facebook, sind das alles Konsumentscheidungen, die Identitäten konstruieren. Und das nicht nur von den Coolness-Huntern! Die Konsumguerilleros starten keine Revolution. Sie sind aber skeptisch gegenüber alternativlos akzeptieren Formen des Markenkults. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung an das Konsumuniversum und die Betrachtung dessen, was es mit uns macht. Etwas theoretisch, erfordert ein gewisses Maß an Resistenz gegenüber Fremdwörtern, aber dennoch interessant. Auf in den Guerillakampf gegen Massenkultur, dem Schlaraffenland für Identitätslose!
Mehr Infos bei Campus und Dussmann.


„Der Läufer“ von Christian Kortman

Carlo haut ab. Eine Flucht aus der Stadt wird zum Lauf zu sich selbst. Die deutsche Version des Forrest Gump rennt. Er läuft, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Er läuft, um der Natur zu begegnen. Er läuft, um sich selbst zu finden. Bissige Gesellschaftskritik und die Sinnsuche im schnellen Laufrhythmus. Joschka lässt grüßen ... 
Mehr Infos bei Blessing und Dussmann.


„Mach neu aus Alt: Welt retten, Geld sparen, Style haben“ von Henrietta Thompson

Das ist richtiges Recycling! Sieht man schon am Buch-Cover. Upcycling, Vintage-Dinge aufarbeiten, Altes neu arrangieren – das alles liegt total im Trend. Findet Henrietta Thompson und meint dabei gar nicht teure Antiquitäten oder seltene Fundstücke von Omas Dachboden. Gemeint sind Dinge, die wir wenig Wert schätzen und die sonst auf dem Müll landen: Verpackungen, Spielzeug, Autoteile, Textilien. Alles wird neu entdeckt und bekommt eine neue Funktion. Die Designerin gibt natürlich auch kreative Ideen zum Selbermachen. Ein erfinderisches und umweltbewusstes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Vorbildlich!
Mehr Infos bei Edel und Dussmann.


„No Shopping!: Ein Selbstversuch“ von Judith Levine

Ein neues Kleid hilft bei Liebeskummer, eine neue Creme gegen Geburtstagsstress. Ein Jahr lang hat sich die Judith Levine in einem Experiment ein Shopping-Verbot auferlegt und nur das Nötigste eingekauft. Nur, was ist das Nötigste? Schließlich braucht man ja auch noch das Paar Schuhe, um sich wohl zu fühlen. Amüsant und zuweilen selbstironisch erzählt Levine über ihren kommerziellen Widerstand gegen die verlockenden Konsum-Verführungen. Listig, listig!
Mehr Infos bei Aufbau Verlag und Dussmann.


„Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“ von Ulrich Grober

Von wegen die Forstwirtschaft vor 200 Jahren. Ulrich Grober begibt sich auf eine historische Kultur- und Wortreise, um dem Ursprung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ näher zu kommen. Und Grober zeigt uns, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit keine klimamotivierte Modeerscheinung von heute ist, sondern eine weitaus längere Tradition hat, als in uns viele schnelle Abhandlungen in irgendwelchen Flyern immer glauben machen wollen. Nachhaltigkeit steht für eine Bewusstseinshaltung, die bereits in der Antike Anlass zu heftigen Diskussionen bot, nicht zuletzt, weil viele sie schon damals deutlich vermissen ließen. Spätestens wenn der heilige Franz von Assisi und Descartes ins Spiel kommen, weiß man: Hier wird ein dickes Brett gebohrt. Ulrich Grober ist der Mann am Bohrer, manchmal etwas arg theoretisch, aber immer voller neuer Erkenntnisse. Nach der Lektüre mag man gar nicht mehr zum inflationären Gebrauch dieses traditionsreichen Wortes beitragen.
Mehr Infos bei Kunstmann und Dussmann.


„Die Ernährungsdiktatur. Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt“ von Tanja Busse

Wir leben in einer Orwell´schen Ernährungsdystopie. Denn laut Tanja Busse liegt unsere Ernährung in den Händen weniger multinationaler Konzerne. Das Angebot der Supermärkte suggeriert Vielfalt, die keine ist. Die immergleichen Grundstoffe werden mit Geschmacksverstärkern, zweifelhaften Aromen und Zucker aufgepeppt. Und das Übergewicht der Reichen hat mit dem Untergewicht der Armen zu tun. Wie? Tanja Busse deckt auf und ruft zum Kampf gegen falsche rote Grütze auf! Ein Plädoyer für die Ernährungssouveränität jedes Einzelnen!
Mehr Infos bei Blessing und Dussmann.


„Reisebericht eines T-Shirts: Ein Alltagsprodukt erklärt die Weltwirtschaft“ von Pietra Rivoli

Jedes T-Shirt hat eine Geschichte. Rivoli erzählt sie. Und erklärt dabei die Komplexität der Weltwirtschaft. Denn so ein T-Shirt ist ein ganz schöner Weltenbummler, bevor er sich dann bei uns faul in den Schrank legen lässt. Pietra Rivoli hat die ganze Reise mitgemacht. Von Texas nach Schanghai, weiter nach Tansania und wieder zurück nach Texas. Sage da noch einer, Reisen bildet nicht …
Mehr Infos bei: Econ und Dussmann.


„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer

Angeregt durch seine Vaterschaft, stellt sich der Bestsellerautor und Gelegenheitsvegetarier Foer die Frage, auf die jeder mal kommt: Wen esse ich da eigentlich? Als selbsternannter Fleisch-Dedektiv in delikater Mission entwickelt er bei seinen Recherchen und Under-Cover-Aktionen schnell einen Sinn für’s Philosophische: Wo kommt das Fleisch her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, für die Welt? Und, die Frage aller Fragen: Sind einige Tiere besser geeignet, gegessen zu werden, als andere? Kritisch und unerbittlich geht Foer seinen Fleischfragen nach. Entstanden ist ein kritisches Sachbuch. Und Foer? Mag er jetzt etwa keine Würstchen? Doch! Nur isst er sie nicht mehr.
Mehr Infos bei: Kiepenheuer & Witsch und Dussmann.


„Ende der Märchenstunde“ von Kathrin Hartmann

Die ehemalige „Neon“-Redakteurin Kathrin Hartmann rechnet in ihrem Buch „Ende der  Märchenstunde“ auf bissige Weise mit der Bio-Bohème ab. Und mit der Industrie, die sie für sich entdeckt hat. Jede Menge Insider-Infos, spannend wie ein Krimi erzählt, und ein Berg Argumente für das nächste Vier-Augen-Gespräch mit eurem Bäcker.
Mehr Infos bei: Blessing und Dussmann.


„Die Öko-Lüge – Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen“ von Stefan Kreutzberger

Bei dir kommt nur noch Bio in die Tüte? Denkste! Hinter Siegeln, Labels und Zertifikaten steckt oft nicht mehr als das Einhalten von Minimalstandards in Produktion und Vermarktung. Stefan Kreutzbergers Aufklärungswerk gibt Einblicke in die Ökoindustrie und deckt Bio-Lügen auf. Viele Fakten und praktische Hinweise machen dich als Verbraucher fit, damit du dich im manchmal fast schon kriminellen Öko-Dschungel doch noch als guter Bio-Held behaupten kannst.
Mehr Infos bei: Econ und Dussmann.


„Fast nackt. Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben“ von Leo Hickman

Total charmant, wirklich humorvoll und very british zeigt Leo Hickman, dass Perfekt im Grunde Scheiße ist. Ganz ohne moralischen Zeigefinger berichtet der Autor, wie mit viel Spaß ein ökologisch verantwortliches Leben gelingen kann. Ein Jahr lang hat der Engländer sein Familienleben nachhaltig auf den Kopf gestellt! Theoretische Empfehlungen aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Umweltschutz und Konsum werden praktisch auf die Probe gestellt und animieren, selbst einen Lebenswandel zu vollziehen. Wenigstens probehalber.
Mehr Infos bei: Piper und Dussmann.


„Fair einkaufen - aber wie? Der Ratgeber für fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss“ von Martina Hahn und Frank Herrmann

Fair konsumieren was das Herz begehrt! Jetzt bekommt man als Verbraucher auch noch einen dicken Fair-Trade-Helfer an die Hand. Reich an Tipps und Tricks zeigt dieser Konsum-Ratgeber wie, wo und bei wem man fair einkaufen kann. Aufgepasst! Es geht dabei nicht nur um Bio-Nudeln oder Müsli-Riegel. Außerdem gibt es jede Menge Infos, die die wirtschaftlichen Zusammenhänge von Produktion und Vertrieb darstellen und den Nutzen von Fair-Trade verständlich machen. Fehlt jetzt nur noch die Einführung einer passenden Ablage im Supermarkt-Einkaufswagen, damit man den Wälzer beim Gang durch die Regale auch bequem durchblättern kann …
Mehr Infos bei: Brandes & Apsel und Dussmann.


„LOHAS. Bewusst grün - alles über die neuen Lebenswelten“ von Anja Kirig und Eike Wenzel

LOHAS, ach ja! Wer sie sind und was sie wollen, ach ja! Die Schönen und die Reichen, ach ja! Dieses Buch informiert umfassend über die Lebenswelt der heutigen „Öko-Bewegung“, beziehungsweise das, was die Verantwortlichen in den Marketingabteilungen der großen Konzerne so dafür halten. Übersichtlich, faktenschwer und vor allem lebensnah präsentieren die Autoren alles was man heute über die LOHAS weiß und wissen sollte. Geeignet ist es für jeden Leser: Insider und Interessierte, aber auch für Kritiker dieser Life-Style-Welle, die einfach noch etwas mehr Angriffsfläche brauchen.
Mehr Infos bei: Redline und Dussmann.